Ergebnisse 2018

http://www.schachbezirk-mittelbaden.de/18/gesamtwertung.htm

http://www.schachturniere.com/schach/swiss-iframe.cgi?action=tab_ausgabe&daten_id=33848&table_id=1&runde=7&session_key=cffg930jbjz&turnier_id=3787&g_id=0

http://www.schachturniere.com/schach/swiss-iframe.cgi?action=tab_ausgabe&daten_id=33862&table_id=1&runde=7&session_key=sgck500vcvn&turnier_id=3788&g_id=0

Doppelsieg der französischen Großmeister Fressinet und Maze bei der ersten Schachtennisweltmeisterschaft in Baden-Baden
Frankreich ist Weltmeister – und Vizeweltmeister

Von Gerhard Gorges

Nicht nur das „Upgrade“ der Europameisterschaft im Schachtennis auf die 1. Offene Weltmeisterschaft deutete auf einen Qualitätssprung der 8. Auflage des Duathlon von Denksport und körperlicher Fitness hin, sondern auch eine Steigerung der Teilnehmerzahl auf 40, sowie der Zuwachs an Mitkonkurrenten um die Spitzenplätze.

Mit Laurent Fressinet und Sebastien Maze glückte Turnierchef Yaroslav Srokovsky die Verpflichtung beider TOP10-Großmeister der französischen Elorangliste. Schwer einzuschätzen war allerdings deren Leistungsklasse im „weißen Sport“ auf rotem Sand.

Wenig überraschend war am 1. Tag die Dominanz der Tennisspezialisten Nicolas Moser aus Wien und des aus Sao Paulo angereisten Titelträgers von 2016 und weiteren 3 Finalteilnahmen, Ricardo Schut, Im Vorjahr konnte der brasilianische Ex-Tennisprofi den Ansturm des österreichischen U16-Toptalents noch abwehren – diesmal war es umgekehrt. Während Maze mit Platz 4 noch Blickkontakt nach oben halten konnte, belegte Fressinet mit Rang 16 eher einen Platz im „Niemandsland“ der Ballsport-Tabelle. Unmerklich schob sich – Altersklasse Ü60 – Dr. Thomas Marschner, besser bekannt als Teamchef des Deutschen Vizemeisters der Frauenschachbundesliga aus Schwäbisch Hall auf Rang 3.

Die Kleidung gewechselt zog der Tross der „Weltelite des Schachtennis“ (O-Ton Badisches Tagblatt) an Tag zwei um von Deutschlands ältester Tennisanlage Rot-Weiß zur Topadresse des deutschen Schachs ins Kulturhaus LA8, wo die OSG Baden-Baden in Serie deutsche Schachmeisterschaften feiert. Hier traten neue Akteure ins Rampenlicht, kein Geringerer als der zweimalige „Schachtenniseuropameister“, der russische GM Pavel Tregubov, sowie mit GM Alexandra Kostenjuk, die Schachweltmeisterin von 2008 bis 2010.

Jetzt schlug die Stunde des Laurent Fressinet: Der „Supergroßmeister“ mit Elo 2645, gönnte sich nur ein Remis gegen Tregubov, und gewann die übrigen 6 Matches, gespielt nach „Schweizer System“. Nach mäßiger Tennisvorstellung überflügelte der grand maître international nunmehr das Peloton. Nach Punkten gleichauf, aber besserer Feinwertung schlüpfte Maze ins „Gelbe Trikot“. Mit einer soliden Schachvorstellung mit 4,5 gepaart mit 6 Punkten aus dem Tennis verteidigte der Gast vom Zuckerhut seine Position an 2 im Gesamtklassement. Wer würde dem Trio ins Halbfinale folgen?

Tregubov erzielte in Summe 10 Punkte, die in der Vergangenheit stets das Semifinalquartett ergänzt hätten, aber nicht in diesem Jahr. Nicolas Moser, der souveräne Sieger der Serve and Volley-Disziplin, wuchs im Spiel der Könige sensationell über sich hinaus. Er schlug mit vergleichsweise bescheidenen 1634 Elo und ohne Spielpraxis im letzten Jahr zwei 2000er und holte nach einem weiteren Sieg ein Remis gegen den Supergroßmeisterbesieger Christian Kalla von 2016, den notwemdige halben Zähler, den vierten Halbfinalplatz zu ergattern.

In der Vorschlussrunde ergaben sich die Paarungen – 1 gegen 4 und 2 gegen 3 – Maze gegen Moser und Schut gegen Fressinet. Ohne die Regelkunde zu erläutern, erwiesen sich die französischen Neulinge auf Weltniveau den Tenniscracks aus Brasilien und Österreich als zu großes Hindernis auf dem Weg zu Gold und Silber.

Schließlich nahmen die Zuschauer des Rundum-Restaurants Rosso-Bianco Position ein, wer von beiden Kumpels die Oberhand gewinnen sollte. Abwechselnd wurden 6 Punkte Tennis und 6 Minuten Schach mit Großfiguren auf Sand gespielt. Während Fressinet den Gegner im Tennis in Schach hielt, verdichtete er kleine Vorteile in der Schachpartie zum siegbringenden Materialgewinn, der den Tag entschied: Spiel, Schach und Sieg für Laurent Fressinet, den ersten Schachtennisweltmeister.

Seniorenpreise gingen an Gilbert Koelsch (FRA) (Ü50) und Wolfgang Rützel, Burgsinn (Ü60). Bester Junior U20 wurde Saphir Sakhi aus Algerien.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s